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Schonzeitaufhebung Ringeltauben

HEGERING ANGERLAND

Die Obere Jagdbehörde erlässt folgende

Allgemeinverfügung

I. Nach § 22 Abs.1 Bundesjagdgesetz vom 29.09.1976 (BGBl. I S.2849), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29.Mai 2013 (BGBl. I S.1386), i.V.m. § 24 Abs.2 Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 7.Dezember 1994 (GV.NRW.1995, S.2; 1997, S.56), zuletzt geändert durch Art.I des Gesetzes vom 17.Dezember 2009 (GV.NRW.S.876), wird die in § 1 Abs.1 Nr.17 der Bundesjagdzeitenverordnung vom 2.April 1977 (BGBl. I S.531), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 25.April 2002 (BGBl. I S.1487), festgelegte Schonzeit für Ringeltauben zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen im Regierungsbezirk Düsseldorf in der Zeit vom 21.02.2014 bis zum 31.10.2014 wie folgt aufgehoben:

Gefährdete Kulturen

Zeitraum

Gemüse, Bohnen, Erbsen, Obst

21.Februar bis 31.Oktober

Getreide

21.Februar bis 31.März
15.Juni bis 31.Oktober

Zuckerrüben

15.März bis 31.Mai

Mais

15.April bis 15.Juli

Raps

21.Februar bis 31.März
15.Juni bis 31.Oktober

Die Jagd darf nur an oder auf den gefährdeten Flächen, sowie an Orten, die in einem räumlich-funktionalen Zusammenhang zu diesen Flächen stehen, und in dem angegebenen Zeiträumen ausgeübt werden.

Es dürfen nur Ringeltauben aus Schwärmen bejagt werden.

II. Den einzelnen Jagdausübungsberechtigten wird auferlegt, die Anzahl der in der Zeit vom 21.Februar bis 31.Oktober erlegten Ringeltauben spätestens bis zum 15. November 2014 den Unteren Jagdbehörden zu melden.
Die Meldung der jährlichen Strecke für das Jagdjahr 2013/2014 zum 15.April 2014 bleibt hiervon unberührt.

III. Diese Verfügung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen für die Aufhebung der Schonzeit entfallen.

IV. Diese Allgemeinverfügung ist befristet bis zum 31.10.2014.

V. Diese Verfügung wird hiermit gemäß § 41 Absatz 3 des Verwaltungsverfahrens- gesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen vom 12.11.1999 (GV. NRW. 1999 S.602), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 01. Oktober 2013(GV. NRW. S.566), öffentlich bekannt gemacht. Sie wird am Tag nach der Bekanntmachung im Amtsblatt des Regierungsbezirks Düsseldorf wirksam.

VI. Diese Verfügung kann bei der Oberen Jagdbehörde, Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf, während der allgemeinen Geschäftszeiten in Raum 127, 1.OG, eingesehen werden.


Gründe:

Diese Maßnahme ist im Sinne des Art.9 Abs.1 a) 3.Alt der EG-Vogelschutzrichtlinie erforderlich, um erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen abzuwenden, weil es keine andere zufrieden stellende Lösung und insbesondere keine wirksamen Abwehrmaßnahmen gibt. Die Bejagung währen der Brut- und Aufzuchtzeit ist deshalb unter arten- und tierschutzrechtlichen Gesichtspunkten ausnahmsweise vertretbar, zumal die Bejagung auf die tatsächlich gefährdeten Kulturen in den kritischen Zeiträumen beschränkt wird. Da erhebliche Schäden nur durch Schwärme verursacht werden, dürfen nur Schwarmtauben bejagt werden. Mit dieser Beschränkung wird auch den Belangen des Tierschutzes entsprochen, da Schwarmtauben regelmäßig nicht am Brutgeschäft beteiligt sind.

Die Frist unter Ziffer IV war auf den 31.10.2014 festzusetzen, da in der gesamten Schonzeit gefährdete Kulturen vorhanden sind.


Düsseldorf, den 05.02.2014

Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen
-Obere Jagdbehörde-
Im Auftrag
Kaiser

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